30 Jahre Malteser Hilfsdienst in Abersfeld
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Abersfeld - Mit Kursen in Erster Hilfe hat alles angefangen und Erste-Hilfe-Kurse sind auch heute noch ein wichtiger Teil seiner Aktivitäten: Das 30-jährige Bestehen konnte in diesen Tagen der Ortsverband Abersfeld des Malteser Hilfsdienst e.V feiern. Mit dabei waren zahlreiche Gäste aus benachbarten Malteser Verbänden, aus Feuerwehren, Hilfsorganisationen und aus der Politik. Dass die Malteser auch nach 30 Jahren noch am Wachsen sind, zeigte sich im Rahmen der Feier: Zwei neu gegründete Jugendgruppen in Abersfeld und Marktsteinach nahmen dabei offiziell ihre Arbeit auf.
„Helfen gelingt nur im Blick auf Jesus, der für die Menschen gute Worte, offene Augen, helfende Hände hatte.“ Unter dieses Leitwort hatte Werner Kirchner, Dekan und Jugendseelsorger der Malteser in der Diözese Würzburg, den Festgottesdienst zum Jubiläum in Abersfeld gestellt. So wie Jesus sein Herz für die Nöte der Menschen geöffnet habe, sollten dies auch die Malteser Helfer tun, sagte er in seiner Predigt. Anschließend überreichte Kirchner den neuen Malteser Jugendgruppen die zuvor gesegneten Banner.
Klein waren die Anfänge der Malteser in Abersfeld, berichtete in seiner Chronik der stellvertretende Ortsbeauftragte Matthias Barthelmes: Nur eine Hand voll Leute habe vor 30 Jahren nach einem Erste-Hilfe-Kurs beschlossen, einen eigenen Malteser Ortsverband zu gründen. Daraus entwickelte sich allerdings schnell eine feste und kontinuierlich wachsende Gemeinschaft, die seitdem vor allem im Sanitätseinsatz aktiv ist, zum Beispiel regelmäßig bei der Love Parade in Berlin oder spontan dort, wo Not herrscht, wie beim Hochwasser in Ostdeutschland 2002.
110 Helfer und Helferinnen engagieren sich heute bei den Maltesern in Abersfeld – davon knapp die Hälfte in den Jugendverbänden. Sie leisten in einer Gemeinschaft „Hilfe im Zeichen Gottes, sind modern organisiert und scheuen sich nicht, auch neue Wege zu beschreiten“, sagte Udo Fischer, Stadt- und Kreisbeauftragter der Malteser in Schweinfurt, in seinem Grußwort. Ihr neuestes Projekt ist die Gründung der „Helfer vor Ort-Gruppe“. Die hochqualifizierten ehrenamtlichen Helfer werden in Notfällen zusammen mit dem Rettungsdienst alarmiert; weil sie nicht weit entfernt wohnen, sind sie in der Regel als Erste am Unglücksort und übernehmen bis zum Eintreffen von Notarzt oder Rettungswagen die Hilfsmaßnahmen.
„Macht weiter so“, forderte deshalb Landrat Harald Leitherer die Abersfelder Malteser - insbesondere die Jugendlichen – auf und dankte ihnen für ihre langjährige Einsatzbereitschaft. „Gottes Segen für einen vorbildlichen und selbstlosen Einsatz zum Wohl der Gemeinschaft“, wünschte stellvertretender Bürgermeister Berthold Fambach. Und Lob für die „gute Zusammenarbeit bei Katastrophen und sonstigen Einsätzen“, gab’s vom Schweinfurter Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes, Helmut Endreß, und von Kreisbrandinspektor Peter Höhn.
Im Anschluss an die Feier zeichnete Diözesanleiter Hans-Georg von Mallinckrodt verdiente Mitglieder für ihre langjährige Treue zum Malteser Hilfsdienst aus.
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BU: 30 Jahre Malteser in Abersfeld – ein Grund zum Feiern für (v.l.): Christian Margraf, Joachim Bach, Klaus Eberhorn, Harald Leiterer, Dr. Ingbert Brähler, Hans-Georg von Mallinckrodt, Joachim Kirchner, Angelika Schleyer, Berthold Fambach und Udo Fischer.  (Foto: Steger-Frühwacht)
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