Sechsköpfige Familie nach Hause gebracht
Abersfeld. „Unkompliziert, ungewöhnlich und auch für uns genial!“ Christian Margraf, Ortsbeauftragter der Malteser Abersfeld erinnert sich gerne an den letzten Sonntag im August
, an dem sich „mal wieder die gute Zusammenarbeit mit dem BRK Schonungen“ gezeigt habe. Die ehrenamtlichen Helfer vor Ort (HvO) der Malteser Abersfeld waren von der Rettungsleitstelle alarmiert und zu einem Fahrzeugbrand auf die B303 zwischen Abersfeld und Waldsachsen geschickt worden. Margraf, der selber auch Rettungsassistent ist, war als erster am Unfallort und stellte beim Eintreffen fest, dass das Fahrzeug zwar im Vollbrand, die sechsköpfige Familie aber unversehrt geblieben ist und aus sicherer Entfernung dem ganzen Spektakel zusah. Gleich gab er der Leitstelle entsprechende Rückmeldung. Es stellte sich aber nun die Frage, wie die Familie nach Bamberg kommen sollte, wo sie zuhause war. Leider war niemand der Freunde zu erreichen und auch die zuständige Versicherung konnte nicht weiterhelfen. Eine Rückkehr nach Bamberg schien unmöglich, Ratlosigkeit und gedrückte Stimmung machten sich breit. Aber die Rechnung hatten sie ohne die Malteser gemacht. „Wir haben nicht lang gefackelt, denn es musste ja geholfen werden, das war klar“, erzählt Margraf. „Das mit der Freiwilligen Feuerwehr ebenfalls ausgerückte BRK und wir haben kurzerhand beschlossen, die Familie selber nach Hause zu bringen.“ Gesagt, getan, und kurze Zeit später saßen Eltern und Kinder in zwei Autos des „Abersfelder Rückbringdienst“ von Maltesern und BRK, überglücklich, dass die Fahrt mit Hindernissen ein Ende hatte.
Hintergrund: Helfer vor Ort
Der „Helfer vor Ort“, auch „first responder“ genannt, ist eine Ergänzung zum Rettungsdienst insbesondere in strukturschwächeren Gebieten. Mit der Einführung können die Rettungszeiten der oft weiter entfernt stationierten Rettungswagen verkürzt werden. Über den Einsatz der ehrenamtlichen Helfer vor Ort entscheidet immer die Rettungsleitstelle, denn nicht in jedem Fall ist ein Einsatz tatsächlich auch zweckmäßig. Die besonders qualifizierten Helfer, darunter Rettungssanitäter oder –assistenten, werden über Funkmeldeempfänger alarmiert und sind aufgrund der räumlichen Nähe innerhalb kürzester Zeit am Einsatzort und können erste Maßnahmen ergreifen. Dadurch können entscheidende Minuten gewonnen werden, um Menschenleben zu retten.
Die Helfer vor Ort der Malteser Abersfeld gibt es seit 2004. Sie sind während der Woche von 18:00 Uhr bis 6:00 Uhr in Bereitschaft und am Wochenende und an Feiertagen auch rund um die Uhr. Im Schnitt geht einmal pro Woche der „Piepser“ los, der die Ehrenamtlichen zum Einsatz ruft.
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