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Malteser Abersfeld

Übung in Schweinfurt: Betreuung in besonderen Lagen

25.07.2016
Übungsleiter Stefan Rott von den Maltesern Schweinfurt (vorne Mitte, weißes Polohemd) weist die Teilnehmer in den Ablauf der Übung ein
Gemeinsam geht alles besser: am Ende des langen Tages packen die Hel-fer die Zelte wieder zusammen.
Gruppenbild aller Übungsteilnehmer von BRK und Maltesern
Auch wenn die Ereignisse der vorausgegangenen Woche nicht Auslöser und Anlass für die Übung der Schnelleinsatzgruppen (SEG) von Bayerischem Roten Kreuz (BRK) und Malteser war, so hatten sowohl Helfer wie Führungskräfte sicher die Bilder der Einsätze von Würzburg und München im Kopf, als sie am Samstag gegen 13 Uhr in der Rettungswache der Malteser Schweinfurt eintrafen. „Bei realen Einsätzen muss jeder Handgriff sitzen, um den Betroffenen zu helfen“, so Marco Bonfig, stellvertretender Kreisbeauftragter und Leiter Einsatzdienste der Malteser Schweinfurt. Deshalb könne man nicht oft genug üben und sich fortbilden. Stefan Rott, Zugführer der SEG Betreuung der Malteser Schweinfurt, hatte den Ablauf am Samstag bereits monatelang geplant. Angenommen wurde eine Hochwasserlage, bei der weite Teile der Gemeinde Grafenrheinfeld überschwemmt waren. Auftrag an die rund 40 Einsatzkräfte: Aufbau einer Behandlungs- und Betreuungsstelle im Industriegebiet von Grafenrheinfeld.. Nach einer gemeinsamen Lagebesprechung in der Rettungswache und anschließenden Schulung zum Thema Einsatzleitung erfolgte die „Alarmierung“ durch die Integrierte Leitstelle Schweinfurt. Jetzt hieß es, Einsatzbereitschaft herstellen und mit neun Fahrzeugen im „geschlossenen Verband“ die Einsatzstelle anfahren. „Kolonnefahren ist sowohl für unsere Helfer als auch für die anderen Verkehrsteilnehmer nicht Alltag und will daher gelernt und immer wieder geübt werden“, erklärt Stefan Rott diesen Teil der Übung. Am Bauhof Grafenrheinfeld angekommen, wurden die Einheiten mit ihren Aufgaben betraut. Die Einsatzstelle wurde in vier Abschnitte eingeteilt und hierfür je ein Abschnittsleiter bestimmt. Für den Aufbau der Registrierung der zu erwarteten Betroffenen war Nicol Rott mit ihren Helfern zuständig, den Bereich Verpflegung leitete Claus Cimander. Für die Unterbringung und Übernachtungsmöglichkeit stand Simone Margraf mit ihren Helfern in der Pflicht, die medizinische Versorgung der Patienten stellten die Einsatzkräfte der SEG Behandlung des BRK Schweinfurt sicher. Für den möglichen Abtransport von Verletzten und Kranken standen ein Rettungswagen der Malteser und ein Krankenwagen des BRK zur Verfügung. Anschließend gingen Übungsleiter Stefan Rott und sein Kollege vom BRK Jürgen Stepan mit allen Helfern durch die eingerichteten Bereiche, erklärten den Aufbau und vertieften dabei die spezifischen Aufgaben und Funktionen für die Helfer. Zaungast und Beobachter Stefan Dobhan, Malteser Diözesangeschäftsführer, zeigte sich beim anschließenden gemeinsamen Abendessen beeindruckt vom Engagement der Einsatzkräfte und lobte ihren ehrenamtlichen Einsatz. Auch Marc Beier, Referent Notfallvorsorge der Malteser auf Diözesanebene, war sehr zufrieden mit dem Ablauf der gesamten Übung. Michael Niklaus, Geschäftsstellenleiter der Gemeinde Grafenrheinfeld, der die Übungsfläche zur Verfügung gestellt hatte, hatte die gesamte Übung beobachtet und freute sich, dass alles so professionell abgewickelt wurde. Bei der Nachbesprechung gab es zwar auch ein paar kritische Anmerkungen zum Übungsverlauf, aber „dafür trainieren wir ja, damit es im Ernstfall dann möglichst keine Fehler mehr gibt“, fasste Marco Bonfig den anstrengenden Tag zusammen.

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